Nico Schlotterbeck verletzt – DFB gibt noch keine genaue Ausfallzeit bekannt
Schock für die deutsche Nationalmannschaft und Borussia Dortmund: Nico Schlotterbeck hat sich im Training mit der DFB-Elf erneut am Sprunggelenk verletzt. Der Innenverteidiger musste das Abschlusstraining vor dem Nations-League-Spiel gegen Serbien vorzeitig abbrechen und wurde anschließend zur Untersuchung gebracht. Zunächst war die genaue Schwere der Verletzung noch nicht bekannt.
Nach den aktuellen Angaben des DFB handelt es sich um eine Außenbandverletzung am rechten Sprunggelenk. Damit steht fest, dass Schlotterbeck für die anstehenden Nations-League-Partien gegen Serbien und Griechenland nicht zur Verfügung stehen wird. Eine konkrete Prognose darüber, wie lange der 26-Jährige darüber hinaus ausfallen wird, wurde zunächst nicht veröffentlicht.
Für Schlotterbeck ist die Nachricht besonders bitter. Der Dortmunder hatte nach seiner schweren Verletzung bei der Weltmeisterschaft erst vor wenigen Wochen den Weg zurück gefunden. Im September kehrte er ins individuelle Training zurück und arbeitete sich anschließend wieder an die Mannschaft heran. Seine Rückkehr war deshalb mit großen Erwartungen verbunden.
Nun folgt der nächste Rückschlag. Während des Abschlusstrainings kam es zu einem Moment, der bei den Verantwortlichen sofort für Besorgnis sorgte. Schlotterbeck ging zu Boden und musste medizinisch behandelt werden. Anschließend wurde er zur genaueren Untersuchung des rechten Sprunggelenks zum MRT gebracht.
Für Bundestrainer Jürgen Klopp bedeutet die Verletzung eine zusätzliche Herausforderung. Schlotterbeck hatte in der Defensive eine wichtige Rolle und bringt insbesondere im Spielaufbau besondere Qualitäten mit. Beim ersten Nations-League-Spiel unter Klopp gegen die Niederlande stand er noch über die komplette Spielzeit auf dem Platz.
Gegen Serbien muss die deutsche Mannschaft nun ohne den Dortmunder auskommen. Auch für das anschließende Duell mit Griechenland ist Schlotterbeck nicht eingeplant. Damit muss Klopp seine Abwehr erneut verändern und auf andere Innenverteidiger setzen. Jonathan Tah, Antonio Rüdiger, Waldemar Anton und weitere Optionen stehen grundsätzlich zur Verfügung.
Auch bei Borussia Dortmund dürfte man die Situation aufmerksam verfolgen. Schlotterbeck ist für den BVB ein wichtiger Bestandteil der Defensive und hatte sich nach seiner langen Verletzungspause gerade wieder zurückgekämpft. Wie lange er diesmal pausieren muss, könnte deshalb auch für seinen Verein von großer Bedeutung sein.
Noch gibt es allerdings keinen Grund für Spekulationen über eine monatelange Pause. Entscheidend werden die medizinischen Untersuchungen und der weitere Heilungsverlauf sein. Der DFB hat bislang keine genaue Ausfallzeit genannt. Erst nach weiteren Untersuchungen kann zuverlässiger eingeschätzt werden, wann Schlotterbeck wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.
Fest steht lediglich: Für die kommenden beiden Nations-League-Spiele fällt Nico Schlotterbeck definitiv aus. Für die deutsche Nationalmannschaft ist das ein personeller Rückschlag – und für den Verteidiger selbst ein weiterer bitterer Moment auf seinem Weg zurück zu alter Stabilität.
