„Er hat die gesamte Nationalmannschaft ruiniert!“ – Nach der überraschenden 0:1-Niederlage Deutschlands gegen Griechenland sorgen angebliche Spannungen innerhalb der Mannschaft für Gesprächsstoff. Joshua Kimmich soll nach dem enttäuschenden Heimdebüt von Jürgen Klopp besonders emotional reagiert und einen Mitspieler für die schwache Leistung verantwortlich gemacht haben. Angeblich soll der Kapitän sogar angedeutet haben, künftig nicht mehr für Deutschland spielen zu wollen, solange dieser Spieler weiterhin nominiert wird.
Für diese weitreichenden Behauptungen gibt es bislang allerdings keine belastbare öffentliche Bestätigung. Fest steht: Kimmich zeigte sich nach der Partie selbst äußerst unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Deutschland hatte zwar viel Ballbesitz, fand gegen die tief stehende griechische Defensive aber kaum Lösungen. Griechenland erzielte in der 74. Minute durch Dimitrios Kourbelis das entscheidende Tor und feierte damit den ersten Sieg überhaupt gegen Deutschland.
Auch Kimmich selbst stellte sich anschließend nicht als Opfer dar. Berichten zufolge war der Bayern-Spieler besonders kritisch mit seiner eigenen Leistung. Er erklärte, Deutschland sei insgesamt nicht gut genug gewesen und habe zu statisch agiert. Damit deutete der Kapitän eher auf ein grundlegendes Problem der gesamten Mannschaft als auf einen einzelnen Schuldigen hin.
Jürgen Klopp wiederum versuchte, die Niederlage sachlich einzuordnen. Der neue Bundestrainer erklärte, dass es schwierig gewesen sei, gegen einen tief stehenden Gegner zu spielen, weil dafür feste Abläufe notwendig seien. Nach nur einer gemeinsamen Woche habe die Mannschaft diese Automatismen noch nicht ausreichend entwickeln können. Gleichzeitig machte Klopp deutlich, dass eine Niederlage dieser Art nicht zur Gewohnheit werden dürfe.
Sollten die Berichte über einen persönlichen Konflikt zwischen Kimmich und einem Mitspieler tatsächlich zutreffen, könnte die Situation für Klopp dennoch zu einer zusätzlichen Herausforderung werden. Der Trainer muss nicht nur taktische Lösungen finden, sondern auch dafür sorgen, dass innerhalb der Mannschaft klare Hierarchien und Vertrauen entstehen.
Nach zwei Nations-League-Spielen steht Deutschland mit lediglich einem Punkt da, während Griechenland nach dem Sieg sechs Punkte gesammelt hat.
Die kommenden Spiele werden deshalb besonders genau beobachtet werden. Entscheidend wird sein, ob Klopp die Probleme auf dem Platz lösen kann – und ob die Mannschaft trotz der enttäuschenden Ergebnisse geschlossen bleibt.