🔥 „ICH KANN DAS NICHT MEHR HÖREN!“ – Schlotterbeck wehrt sich nach 1:1 gegen die Niederlande
Das 1:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen die Niederlande in Amsterdam sorgte nicht nur wegen des späten Gegentreffers für Diskussionen. Auch Nico Schlotterbeck stand anschließend besonders im Fokus. Der Innenverteidiger spielte die komplette Partie und bildete gemeinsam mit Jonathan Tah die deutsche Innenverteidigung.
In der von Fans und Medien aufgeheizten Stimmung entstand schnell der Eindruck, dass einzelne Spieler stärker für den späten Ausgleich verantwortlich gemacht wurden als andere. Schlotterbeck soll sich dagegen entschieden gewehrt und deutlich gemacht haben, dass ein Mannschaftsergebnis nicht an einer einzigen Person festgemacht werden könne.
„Ich kann das nicht mehr hören – warum wird die gesamte Schuld immer bei mir gesucht?!“ – mit diesen Worten wird seine Reaktion in sozialen Netzwerken und Fan-Diskussionen zugespitzt dargestellt. Eine offizielle Bestätigung dieses konkreten Wortlauts durch den DFB liegt allerdings nicht vor.
Sportlich hatte Deutschland lange Grund zur Hoffnung. Felix Nmecha brachte die Mannschaft von Jürgen Klopp in der 32. Minute mit 1:0 in Führung. Die DFB-Auswahl verteidigte diesen Vorsprung bis tief in die Nachspielzeit, ehe Cody Gakpo in der 92. Minute noch zum 1:1 traf.
Schlotterbeck selbst blieb über die gesamten 90 Minuten auf dem Platz. Für den Dortmunder war es zugleich sein 30. A-Länderspiel. Laut BVB-Bericht bewältigte er die taktische Umstellung auf eine Viererkette problemlos.
Auch Klopp stellte nach dem Spiel nicht einen einzelnen Verteidiger heraus. Der neue Bundestrainer lobte vielmehr die Intensität, Bereitschaft und Leidenschaft seiner Mannschaft, räumte aber ein, dass Deutschland Probleme bekam, als die Niederlande dominanter wurden.
Genau darin liegt der entscheidende Punkt: Der späte Gegentreffer war das Ergebnis einer gesamten Spielphase, in der Deutschland zunehmend unter Druck geriet. Von einer alleinigen Verantwortung Schlotterbecks kann anhand des Spielverlaufs nicht gesprochen werden.
Besonders interessant: Nur wenige Tage später stand Schlotterbeck beim Heimspiel gegen Griechenland nicht im Kader. Der DFB erklärte offiziell, dass er aus Gründen der Belastungssteuerung nicht berücksichtigt wurde.
Die Debatte um den Dortmunder dürfte damit trotzdem nicht beendet sein. Für Klopp beginnt gerade erst der Neuaufbau der Nationalmannschaft. Das 1:1 gegen die Niederlande zeigte sowohl positive Ansätze als auch Bereiche, an denen das Team weiterarbeiten muss. Und Schlotterbecks Reaktion macht deutlich, wie groß der Druck auf einzelne Nationalspieler inzwischen wieder ist.
