„SIE SIND NICHT IN MEINEN PLÄNEN…“ – Jürgen Klopp sorgt vor dem Nations-League-Spiel gegen Griechenland für neue Diskussionen. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande hat der neue Bundestrainer angekündigt, seine Mannschaft anzupassen und weitere Erkenntnisse aus seinem ersten Pflichtspiel zu nutzen.
Deutschland trifft am Sonntagabend in Augsburg auf Griechenland. Nach dem Auftaktremis in Amsterdam will Klopp mit seiner Mannschaft den ersten Sieg seiner Amtszeit holen. Dabei deutet vieles darauf hin, dass nicht alle Spieler, die gegen die Niederlande begonnen haben, erneut von Anfang an eingesetzt werden. Das betrifft insbesondere die Defensive und das Tor.
Eine Veränderung ist bereits offiziell bekannt: Alexander Nübel soll gegen Griechenland anstelle von Marc-André ter Stegen im Tor stehen. Klopp hatte diesen Wechsel bereits vor der Partie angekündigt. Außerdem wurde Nico Schlotterbeck aus dem Spieltagskader gestrichen. Laut aktuellen Berichten soll der Dortmunder nach seiner langen Verletzungszeit eine Pause erhalten.
Damit geht es offenbar weniger um eine endgültige Entscheidung gegen einzelne Spieler als um Klopps grundsätzlichen Ansatz, möglichst viele Erkenntnisse über seinen Kader zu sammeln. Schon bei seiner ersten Nominierung hatte der Bundestrainer zwei unterschiedliche Aufgebote zusammengestellt. Insgesamt berief er 44 Spieler für die ersten vier Nations-League-Partien, um verschiedene Akteure und Kombinationen zu testen.
Auch das Spiel gegen die Niederlande lieferte Klopp wichtige Informationen. Deutschland führte nach einem Treffer von Felix Nmecha mit 1:0, musste aber in der Nachspielzeit noch den Ausgleich durch Cody Gakpo hinnehmen. Klopp lobte anschließend Intensität, Bereitschaft und Leidenschaft seiner Mannschaft, sah aber gleichzeitig Bereiche, in denen das Team noch deutlich arbeiten müsse.
Genau deshalb dürfte das Griechenland-Spiel für Klopp mehr sein als nur die Chance auf drei Punkte. Es ist gleichzeitig ein weiterer Test für seine taktische Idee. Gegen die Niederlande wechselte Deutschland zwischen verschiedenen Phasen und musste sich mehrfach auf die Spielweise des Gegners einstellen.
Die zentrale Frage lautet deshalb: Welche Spieler passen langfristig zu Klopps Vorstellungen? Der Bundestrainer hat bisher deutlich gemacht, dass er möglichst viele Informationen sammeln möchte, bevor sich eine feste Hierarchie entwickelt.
Für die deutschen Nationalspieler bedeutet das: Niemand kann sich allein aufgrund seines Namens oder seiner bisherigen Rolle sicher fühlen. Gegen Griechenland könnte Klopp erneut Veränderungen vornehmen – und damit den Konkurrenzkampf innerhalb der Nationalmannschaft weiter verschärfen.