Der Deutsche Fußball-Bund wird nach der Niederlage Deutschlands gegen Griechenland Maßnahmen ergreifen
Die deutsche Nationalmannschaft hat am Sonntagabend in Augsburg einen bitteren Rückschlag erlebt. Im zweiten Spiel der Nations League unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp verlor Deutschland mit 0:1 gegen Griechenland. Es war zugleich die erste Niederlage der deutschen Auswahl überhaupt gegen die Griechen. Zuvor hatte Deutschland zehnmal gegen Griechenland gespielt und dabei sieben Siege sowie drei Unentschieden verbucht.
Besonders enttäuschend war die Tatsache, dass die deutsche Mannschaft trotz großer Spielanteile offensiv nur wenige zwingende Aktionen entwickeln konnte. Über weite Strecken stand die Defensive zwar stabil, doch im Angriff fehlte es an Tempo, Präzision und Durchschlagskraft. Den entscheidenden Treffer erzielte Dimitrios Kourbelis in der 74. Minute. Sein Schuss wurde von Joshua Kimmich unglücklich abgefälscht und war für Torhüter Alexander Nübel nicht mehr zu halten.
Nach der Partie dürfte deshalb vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, welche Konsequenzen aus dem enttäuschenden Auftritt gezogen werden. Der DFB hat bislang keine konkreten disziplinarischen Maßnahmen gegen einzelne Spieler angekündigt. Fest steht jedoch, dass die Verantwortlichen gemeinsam mit Klopp die Partie analysieren müssen. Dabei dürften sowohl die offensive Ausrichtung als auch die Abstimmung zwischen Mittelfeld und Angriff eine wichtige Rolle spielen.
Für Klopp war die Partie besonders bitter. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande zum Auftakt war die Begegnung gegen Griechenland sein erstes Heimspiel als Bundestrainer. Vor dem Spiel hatte der Coach betont, dass die Mannschaft Schritt für Schritt auf verschiedene Spielsituationen vorbereitet werden müsse.
Nun steht die deutsche Mannschaft bereits vor der nächsten Herausforderung. Am 1. Oktober wartet in München das Nations-League-Spiel gegen Serbien. Nur wenige Tage später folgt in Thessaloniki das Rückspiel gegen Griechenland. Der aktuelle Spielplan sieht damit unmittelbar die Möglichkeit vor, auf die Niederlage zu reagieren.
Im Umfeld des DFB dürfte deshalb vor allem die interne Analyse entscheidend sein. Mögliche Veränderungen könnten die taktische Grundordnung, die personelle Besetzung und die offensive Abstimmung betreffen. Ob tatsächlich Spieler ausgetauscht oder weitere Konsequenzen gezogen werden, ist derzeit nicht offiziell bestätigt.
Klar ist jedoch: Die Niederlage erhöht den Druck auf Klopp und sein neu formiertes Team. Nach dem Unentschieden in Amsterdam und der Niederlage gegen Griechenland wartet nun eine wichtige Phase in der Nations League. Die kommenden Spiele werden zeigen, welche Lehren der Bundestrainer und seine Spieler aus dem Rückschlag ziehen.
Die Niederlage sollte daher weniger als endgültiges Urteil, sondern vielmehr als deutlicher Prüfstein für den neuen deutschen Kurs betrachtet werden. Klopp hat die Aufgabe übernommen, eine Mannschaft mit klarer Identität zu entwickeln. Dafür bleiben ihm allerdings nicht unbegrenzt viele Gelegenheiten. Gegen Serbien und anschließend in Griechenland wird die deutsche Nationalmannschaft zeigen müssen, wie schnell sie auf den Rückschlag reagieren kann.
