🇩🇪 JÜRGEN KLOPP VERZICHTET AUF LEROY SANÉ – BAYERN-STAR NICHT IM NEUEN DEUTSCHLAND-KADER
Jürgen Klopp hat mit seiner ersten Kadernominierung als Bundestrainer für eine Überraschung gesorgt. Leroy Sané gehört nicht zum Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft für die kommenden Nations-League-Partien. Der erfahrene Offensivspieler muss damit zunächst zuschauen, während Klopp zahlreiche neue Gesichter testen möchte.
Der neue Bundestrainer hat insgesamt 44 Spieler für die bevorstehenden vier Nations-League-Spiele nominiert. Deutschland trifft zunächst am 24. September auswärts auf die Niederlande und anschließend am 27. September in Augsburg auf Griechenland. Danach folgen Partien gegen Serbien und erneut Griechenland Anfang Oktober.
Sanés Nichtberücksichtigung fällt besonders auf, weil der Flügelspieler über große internationale Erfahrung verfügt und in den vergangenen Jahren regelmäßig zum deutschen Nationalmannschaftskader gehörte. Diesmal entschied sich Klopp jedoch gegen eine Nominierung.
Bei der Vorstellung seines ersten Kaders erklärte Klopp, dass Sané in dieser Saison bislang noch nicht wirklich Fuß gefasst habe. Gleichzeitig machte der neue Bundestrainer deutlich, dass die Tür für den 30-Jährigen keineswegs dauerhaft geschlossen ist. Klopp kündigte an, mit Sané noch sprechen zu wollen.
Sané spielt inzwischen bei Galatasaray und steht dort vor einer neuen Phase seiner Karriere. Gerade deshalb dürfte seine aktuelle Situation für Klopp von Interesse sein. Der Bundestrainer möchte offenbar zunächst Spieler beobachten, die aktuell besonders gut in Form sind oder die er langfristig für die Nationalmannschaft entwickeln kann.
Klopp verfolgt bei seinem Neustart einen breiten Ansatz. Statt sich ausschließlich auf bekannte Namen zu verlassen, berief er zahlreiche junge und bislang wenig erfahrene Spieler. Insgesamt befinden sich 16 mögliche Debütanten in seinem Aufgebot. Damit möchte Klopp möglichst viele Akteure kennenlernen und gleichzeitig eine Mannschaft für die kommenden Jahre entwickeln.
Für Sané bedeutet die Entscheidung deshalb vor allem eines: Er muss seine Leistungen auf Vereinsebene weiter unter Beweis stellen. Eine spätere Rückkehr in den Kreis der Nationalmannschaft bleibt möglich, sofern seine Entwicklung und Form Klopp überzeugen.
Die Entscheidung zeigt zugleich, dass unter dem neuen Bundestrainer eine neue Phase begonnen hat. Namen und vergangene Erfolge allein sollen offenbar nicht automatisch einen Platz garantieren.
Nun richtet sich der Blick auf Sané und darauf, wie er auf die Nichtberücksichtigung reagieren wird. Die kommenden Wochen könnten entscheidend dafür sein, ob der Offensivspieler bald wieder eine Rolle in Klopps Plänen spielt. Fest steht: Sein Fehlen gehört zu den auffälligsten Entscheidungen in Klopps erstem Deutschland-Kader.