Jürgen Klopp hat bei seiner ersten Kadernominierung als Bundestrainer gleich eine wichtige Personalentscheidung getroffen: Joshua Kimmich bleibt Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Gleichzeitig plant Klopp mit dem Bayern-Star wieder im zentralen Mittelfeld.
Damit verändert sich Kimmichs Rolle im DFB-Team deutlich. Unter Julian Nagelsmann war der 31-Jährige häufig als Rechtsverteidiger eingesetzt worden. Bei seinem Verein FC Bayern spielt Kimmich dagegen regelmäßig im Mittelfeld. Klopp möchte nun offenbar genau diese Rolle auch bei der Nationalmannschaft sehen.
Bei der Vorstellung seines ersten Kaders machte Klopp seine Vorstellungen deutlich. „Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler“, erklärte der neue Bundestrainer. Gleichzeitig erwartet Klopp von seinem erfahrensten Spieler, dass er auf dem Platz vorangeht und sein Potenzial in jedem Spiel vollständig einbringt.
Kimmich bleibt damit nicht nur Kapitän, sondern soll auch eine zentrale Rolle beim sportlichen Neustart der Nationalmannschaft übernehmen. Mit 114 Länderspielen ist er der erfahrenste Spieler im aktuellen Aufgebot. Sein Amt als Kapitän hatte er bereits unter Nagelsmann übernommen.
Für Kimmich bedeutet die Entscheidung gleichzeitig eine Rückkehr zu einer Position, die er auch beim FC Bayern bekleidet. Im Zentrum kann er sich stärker am Spielaufbau beteiligen, das Tempo beeinflussen und seine Erfahrung direkt in die Struktur der Mannschaft einbringen.
Klopp setzt dabei auf eine Mischung aus Erfahrung und neuen Gesichtern. Für seine ersten vier Nations-League-Partien nominierte der Bundestrainer insgesamt 44 Spieler, aufgeteilt auf zwei Gruppen. Darunter befinden sich 16 Akteure ohne bisherigen Einsatz für die deutsche A-Nationalmannschaft.
Die ersten Aufgaben warten bereits Ende September. Deutschland trifft am 24. September auswärts auf die Niederlande, bevor drei weitere Nations-League-Partien gegen Griechenland und Serbien folgen.
Für Kimmich ist die Botschaft von Klopp damit eindeutig: Die Kapitänsbinde bleibt bei ihm – und auch seine Position verändert sich.
Der Bayern-Star soll im neuen DFB-Team wieder dort spielen, wo er auch bei seinem Verein regelmäßig eingesetzt wird: im zentralen Mittelfeld. Klopps Neustart beginnt damit mit einer klaren Rolle für einen der erfahrensten Spieler der Mannschaft.
