Borussia Dortmund muss zum Start des DFB-Pokals auf Ramy Bensebaini verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Verteidiger nach seiner Roten Karte im Franz-Beckenbauer-Supercup gegen den FC Bayern München für zwei DFB-Pokalspiele gesperrt. Das Urteil ist rechtskräftig.
Die Szene ereignete sich am 22. August in der 90. Minute. Beim Stand von 2:1 für Bayern ging Bensebaini im Mittelfeld gegen Bayern-Neuzugang Ismaël Saibari zu Boden und wurde von Schiedsrichter Daniel Schlager mit einer direkten Roten Karte des Feldes verwiesen. Der DFB wertete die Aktion anschließend als „rohes Spiel gegen den Gegner“.
Die Entscheidung sorgte unmittelbar nach dem Spiel für Diskussionen. Dortmunds Sportdirektor Ole Book bezeichnete den Platzverweis als sehr harte Entscheidung. Auch im Umfeld des BVB wurde darüber gesprochen, ob eine Gelbe Karte möglicherweise ausreichend gewesen wäre.
Für Bensebaini und Dortmund ist die Konsequenz nun klar: Der Algerier wird die ersten beiden möglichen DFB-Pokalspiele des BVB verpassen. Bereits am 1. September steht Dortmund in der ersten Runde beim Oberligisten HEBC Hamburg auf dem Platz – Bensebaini darf dabei nicht eingesetzt werden. Auch eine mögliche Zweitrundenpartie Ende Oktober wird er aufgrund der Sperre verpassen.
Wichtig ist dabei die Besonderheit des Supercups: Die Sperre nach einer Roten Karte aus diesem Wettbewerb gilt nicht für die Bundesliga. Bensebaini darf dort weiterhin eingesetzt werden. Seine Sperre betrifft ausschließlich die kommenden DFB-Pokalspiele.
Damit verliert Dortmund zwar einen erfahrenen Verteidiger für den Pokal, kann aber zumindest in der Bundesliga weiterhin auf ihn zurückgreifen. Für Trainer Niko Kovač bedeutet die Entscheidung dennoch, dass er für die Pokalpartien eine Alternative in der Defensive finden muss.
Die Szene gegen Saibari wird deshalb vermutlich noch länger diskutiert werden. Für den DFB war die Bewertung allerdings eindeutig: Die Rote Karte führte zu einem Verfahren, und das Sportgericht entschied sich für eine Zwei-Spiele-Sperre.
Während Bayern München den Supercup mit 2:1 gewann, nimmt Dortmund somit eine weitere unerfreuliche Nachricht aus dem Spiel mit. Bensebaini muss im Pokal zuschauen – und seine Mannschaft ohne ihn versuchen, den Weg in die nächste Runde zu schaffen.
🖤💛 Für den BVB geht es jetzt darum, die Entscheidung abzuhaken und sportlich zu reagieren. Die Sperre steht fest – und Bensebaini kann in der Bundesliga weiterhin für Dortmund auflaufen.
