Nach dem 1:2 von Borussia Dortmund gegen den FC Bayern München im Franz-Beckenbauer-Supercup kochen die Emotionen weiter hoch. Bayern sicherte sich den Titel durch Treffer von Nathaniel Brown und Michael Olise, während Fabio Silva in der zweiten Halbzeit für Dortmund verkürzte.
Besonders die Schlussphase sorgte für Diskussionen. In der 90. Minute wurde BVB-Verteidiger Ramy Bensebaini nach einem Foul an Ismaël Saibari vom Platz gestellt. Die Entscheidung wurde anschließend unterschiedlich bewertet und entwickelte sich zu einem der Gesprächsthemen rund um die Partie.
In sozialen Netzwerken kursiert nun die Behauptung, Serhou Guirassy habe nach dem Abpfiff eine außergewöhnlich deutliche Erklärung abgegeben und dabei Bayern-Spieler sowie das Schiedsrichterteam kritisiert. Für die im Umlauf befindlichen schweren Anschuldigungen gibt es derzeit allerdings keine belastbare Bestätigung.
Auch eine angebliche kurzfristig einberufene Krisensitzung des DFB lässt sich aktuell nicht bestätigen. Der DFB hatte Daniel Schlager offiziell als Schiedsrichter für die Begegnung angesetzt; als Assistenten waren Sven Waschitzki-Günther und Tobias Fritsch vorgesehen.
Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Diskussionen über die Partie gibt. Dortmunds Sportdirektor Ole Book äußerte sich beispielsweise kritisch zur Roten Karte gegen Bensebaini. Auch Bayern-Spieler Joshua Kimmich hielt eine Gelbe Karte für vertretbar, während er gleichzeitig Verständnis dafür zeigte, dass die Szene unterschiedlich bewertet werden könne.
Sportlich zeigte Dortmund nach der Pause eine deutlich bessere Leistung. Neue Spieler wie Konstantinos Karetsas und Giannis Konstantelias sorgten für mehr Tempo und Kreativität, während Fabio Silva den Anschlusstreffer erzielte. Der Ausgleich gelang trotz weiterer Chancen jedoch nicht.
Für den BVB bleibt deshalb vor allem die Aufgabe, die Enttäuschung schnell abzuschütteln. Der Supercup ist entschieden, doch die Bundesliga-Saison steht erst am Anfang.
🖤💛 **Die angeblichen Guirassy-Anschuldigungen und eine DFB-Krisensitzung sollten derzeit als unbestätigte Behauptungen behandelt werden – die Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen nach dem 2:1 werden Dortmund und Bayern aber sicherlich noch beschäftigen.**
