Die Diskussion um den Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München nimmt weiter Fahrt auf. Bayern gewann die Partie mit 2:1, doch insbesondere die Rote Karte gegen Ramy Bensebaini in der Schlussphase sorgt beim BVB für Gesprächsstoff.
Bensebaini wurde in der 90. Minute nach einem harten Foul an Bayern-Neuzugang Ismaël Saibari des Feldes verwiesen. BVB-Sportdirektor Ole Book bezeichnete die Entscheidung anschließend als sehr hart. Auch Bayern-Spieler Joshua Kimmich erklärte, dass man die Szene durchaus unterschiedlich bewerten könne.
In sozialen Netzwerken wird inzwischen die deutlich dramatischere Behauptung verbreitet, Kovač habe offiziell Beschwerde eingelegt und sogar konkrete „Beweise“ für eine gezielte Bevorzugung Bayerns vorgelegt. Dafür gibt es derzeit jedoch keine belastbare Bestätigung.
Tatsächlich äußerte sich Kovač nach dem Spiel deutlich nüchterner. Er bezeichnete die Partie als intensiv und räumte ein, dass Dortmund in der ersten Halbzeit Fehler gemacht und Bayern dadurch ins Spiel kommen lassen habe. Gleichzeitig hob er die deutlich bessere Leistung seiner Mannschaft nach der Pause hervor.
Und genau diese zweite Halbzeit dürfte Dortmund Mut machen. Nach dem 0:2 kämpfte sich der BVB zurück, Fabio Silva erzielte den Anschlusstreffer und Dortmund hatte sogar noch die große Möglichkeit zum Ausgleich. Trotz der Roten Karte gegen Bensebaini blieb die Partie bis zum Schlusspfiff spannend.
Der Vorwurf einer gezielten Manipulation ist deshalb mit Vorsicht zu behandeln. Eine solche Behauptung ist bislang nicht belegt.
Was bleibt, ist eine hitzige Debatte über eine umstrittene Entscheidung – und ein BVB, der trotz der Niederlage gezeigt hat, dass er Bayern nach einer schwierigen ersten Hälfte noch unter Druck setzen konnte.
🖤💛 **Der Supercup ist verloren. Die Diskussion über die Rote Karte aber dürfte noch einige Zeit weitergehen.**
