Kimmich vor dem Aus? Klopp sorgt mit Aussage für Aufsehen
Beim DFB beginnt unter Jürgen Klopp eine neue Ära – und ausgerechnet Joshua Kimmich steht dabei besonders im Mittelpunkt. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft gehört seit Jahren zu den wichtigsten Führungsspielern des Teams. Doch nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft 2026 und dem Amtsantritt von Klopp stellt sich zunehmend die Frage: Welche Rolle wird Kimmich künftig noch spielen?
Für zusätzliche Spekulationen sorgte eine Aussage Kimmichs selbst. Während der Asienreise des FC Bayern erklärte der 31-Jährige, dass er bislang noch nicht mit dem neuen Bundestrainer gesprochen habe. Besonders aufmerksam wurde dabei seine Formulierung, wonach er „sollte ich die Gelegenheit haben“, mit Klopp zusammenzuarbeiten, gemeinsam gute Ergebnisse erreichen wolle.
Dieser Satz klingt zunächst harmlos, lässt aber Raum für Interpretationen. Schließlich war Kimmich bei der WM noch Kapitän und eine zentrale Figur der Mannschaft. Gleichzeitig hat Klopp bereits angedeutet, dass er die Nationalmannschaft verändern und bestimmte Positionen neu denken möchte.
Droht Kimmich tatsächlich das Aus?
Eine endgültige Entscheidung gibt es dafür bislang nicht. Im Gegenteil: Mehrere Aussagen sprechen dafür, dass Kimmich weiterhin eine wichtige Rolle spielen könnte. DFB-Sportdirektor Rudi Völler erklärte Ende Juli, er gehe davon aus, dass Kimmich auch künftig Kapitän bleiben werde. Seine Erfahrung, Führungsqualität und Bedeutung für die Mannschaft seien unbestritten.
Allerdings könnte sich seine Position auf dem Spielfeld verändern. Klopp betonte bei seiner Vorstellung als neuer Bundestrainer, dass Deutschland künftig definitiv mit einem Rechtsverteidiger spielen werde. Medien spekulieren deshalb darüber, dass Kimmich auf dieser Position möglicherweise nicht mehr automatisch gesetzt sein könnte.
Genau hier könnte die größte Herausforderung liegen. Kimmich hat im Laufe seiner Karriere bereits mehrfach bewiesen, dass er sowohl im Mittelfeld als auch auf der rechten Abwehrseite spielen kann. Klopp könnte jedoch ein System bevorzugen, in dem andere Spielertypen gefragt sind.
Trotzdem wäre es voreilig, bereits von einem endgültigen Aus zu sprechen. Kimmich besitzt enorme Erfahrung, hat mehr als 100 Länderspiele absolviert und war bei mehreren großen Turnieren eine Führungsfigur. Auch der neue Bundestrainer dürfte wissen, welchen Wert ein solcher Spieler innerhalb einer Mannschaft haben kann.
Spannend wird deshalb vor allem das erste persönliche Gespräch zwischen Klopp und Kimmich. Beide haben bislang noch nicht miteinander gesprochen. Erst danach dürfte klarer werden, welche Vorstellungen der Bundestrainer von seinem Kapitän hat.
Für Kimmich beginnt damit eine neue Bewährungsprobe. Er muss Klopp nicht nur von seinen fußballerischen Fähigkeiten überzeugen, sondern auch zeigen, dass er bereit ist, Verantwortung in einer möglicherweise neu formierten Mannschaft zu übernehmen.
Das Kapitel Kimmich und DFB ist also keineswegs beendet. Vielmehr beginnt gerade ein neues Kapitel – und die kommenden Entscheidungen von Jürgen Klopp könnten entscheidend dafür sein, ob Kimmich weiterhin das Gesicht der deutschen Nationalmannschaft bleibt.
