Schnäppchen-Transfer von Djed Spence ist ein noch rätselhafteres Geschäft von Tottenham: GOAL bewertet die größten Deals des Sommer-Transferfensters 2026
Die Entscheidung von Tottenham Hotspur, Djed Spence zu verkaufen, hat sich als eines der rätselhaftesten Geschäfte des Sommer-Transferfensters 2026 herausgestellt, wobei der englische Nationalspieler den Norden Londons nun in Richtung Bayern München verlassen soll.
Spence wechselt Berichten zufolge in einem Deal im Wert von rund 30 Millionen Pfund inklusive Bonuszahlungen zu Bayern, wobei Tottenham zudem eine Weiterverkaufsbeteiligung von 10 Prozent sichert. (Sky Sports)
Die Ablösesumme ist schwer nachzuvollziehen, wenn man Spences Entwicklung und seine jüngsten Leistungen berücksichtigt. Der vielseitige Außenverteidiger spielte eine starke Saison 2025/26, bevor er England bei der Weltmeisterschaft 2026 vertrat, wo seine Leistungen sein Profil deutlich schärften.
Tottenham verpflichtete Spence ursprünglich 2022 von Middlesbrough für rund 20 Millionen Pfund. Nach mehreren schwierigen Phasen und Leihstationen schien es dem Verteidiger schließlich gelungen zu sein, sich als wertvolle Kaderoption zu etablieren, die auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann.
Doch Spurs haben nun entschieden, dass ein Verkauf sinnvoller ist, als den 26-Jährigen zu behalten. Berichte deuten darauf hin, dass die Konkurrenz um die Plätze – insbesondere nach der Ankunft von Andy Robertson sowie der Präsenz von Pedro Porro und Destiny Udogie – zu dieser Entscheidung beigetragen hat. (The Guardian)
Aus Sicht Tottenhams bietet der Verkauf immerhin die Möglichkeit, in einem extrem geschäftigen Sommer Einnahmen zu generieren. Der Klub hat bereits stark in seinen Kader investiert, weshalb Spielerverkäufe weiterhin ein wichtiger Bestandteil der finanziellen Balance sind.
Allerdings macht das Timing den Deal besonders schwer nachvollziehbar. Spence hatte gerade erst seinen Ruf auf internationaler Bühne verbessert und noch drei Jahre Restlaufzeit in seinem 2025 bei Spurs unterschriebenen Vertrag.
GOALs Urteil: Tottenhams Entscheidung verdient eine niedrige Bewertung. Der Verkauf eines vielseitigen, sich verbessernden englischen Nationalspielers für eine vergleichsweise geringe Ablösesumme könnte sich als kostspielig erweisen, wenn Spence in der Bundesliga aufblüht.
Für Bayern München hingegen sieht es nach potenziell hervorragendem Wert aus. Die deutschen Giganten haben einen Spieler mit Tempo, Vielseitigkeit und erheblichem Entwicklungspotenzial identifiziert – und Tottenham könnte es irgendwann bereuen, ihn so günstig abgegeben zu haben.
