UNGLAUBLICH: Jürgen Klopp sagt nur sechs Worte – Kai Havertz fliegt aus der Nationalmannschaft!
Die ersten Entscheidungen von Jürgen Klopp als Bundestrainer sorgen bereits für reichlich Gesprächsstoff. Seit der neue Nationalcoach seinen ersten Kader bekannt gegeben hat, wird in Fußball-Deutschland intensiv über seine Pläne diskutiert. Besonders auffällig ist dabei der Umgang mit etablierten Spielern – doch eine Behauptung sorgt derzeit für besondere Aufmerksamkeit: Kai Havertz soll angeblich aus der Nationalmannschaft fliegen.
Tatsächlich zeigt ein Blick auf den offiziell veröffentlichten Kader jedoch ein anderes Bild. Klopp nominierte für seine ersten vier Nations-League-Spiele insgesamt 44 Spieler in zwei Gruppen – und Kai Havertz steht ausdrücklich im ersten Aufgebot. Er gehört damit zu den Angreifern, die für die Partien gegen die Niederlande und Griechenland vorgesehen sind.
Die Schlagzeile von einem sofortigen Rauswurf entspricht daher nach aktuellem Stand nicht den offiziellen Informationen.
Trotzdem ist Klopps Start beim DFB bemerkenswert. Der neue Bundestrainer hat deutlich gemacht, dass er einen anderen Ansatz verfolgen möchte. Statt ausschließlich auf bekannte Namen zu setzen, will er zahlreiche junge und bisher wenig erfahrene Spieler kennenlernen und entwickeln. Insgesamt befinden sich sogar zwölf Profis im Aufgebot, die bislang noch kein A-Länderspiel bestritten haben.
Gerade deshalb richtet sich der Blick auf Havertz. Der Arsenal-Profi gehört zwar weiterhin zum Kader, muss sich unter dem neuen Trainer aber ebenso wie alle anderen Spieler neu beweisen. Klopp betonte ausdrücklich, dass die aktuelle Auswahl keine endgültigen Entscheidungen über die Zukunft einzelner Nationalspieler darstellt. Das wurde beispielsweise auch bei seiner Erklärung zur Nicht-Nominierung von Deniz Undav deutlich: Die Tür bleibe grundsätzlich offen.
Die viel diskutierten „sechs Worte“ lassen sich deshalb eher als dramatische Zuspitzung einer größeren Geschichte verstehen: Klopp will Veränderungen, Konkurrenz und neue Impulse. Dabei scheint der Trainer bewusst auf eine Mischung aus Erfahrung und Nachwuchs zu setzen.
Havertz bleibt zunächst Bestandteil dieses Plans. Gemeinsam mit Younes Ebnoutalib bildet er im ersten Kader die Angriffsgruppe. Gleichzeitig stehen mit Spielern wie Jamal Musiala, Joshua Kimmich und Serge Gnabry weitere bekannte Namen im Aufgebot.
Für Havertz bedeutet das dennoch keinen Freifahrtschein. Die kommenden Spiele werden zeigen, welche Rolle Klopp ihm tatsächlich zugedacht hat. Am 24. September wartet in Amsterdam zunächst die Niederlande, bevor Deutschland drei Tage später in Augsburg auf Griechenland trifft.
Damit bleibt die eigentliche Spannung bestehen: Nicht ob Havertz aktuell aus der Nationalmannschaft geflogen ist, sondern welchen Stellenwert er unter Klopp langfristig besitzen wird.
Der neue Bundestrainer hat mit seinem XXL-Kader jedenfalls ein klares Signal gesendet: Jeder Spieler muss sich neu beweisen – und gleichzeitig erhalten viele Talente ihre Chance. Für Havertz könnte die neue Ära deshalb weniger ein Abschied als vielmehr der Beginn einer neuen Bewährungsprobe im DFB-Team sein.
