Die Schlagzeile sorgt derzeit für Aufmerksamkeit: Angeblich soll Jürgen Klopp nur wenige Worte gesagt und Kai Havertz aus der deutschen Nationalmannschaft gestrichen haben. Doch die aktuellen Fakten zeichnen ein anderes Bild.
Havertz wurde von Klopp tatsächlich für die ersten Nations-League-Partien nominiert. Der Arsenal-Profi steht im ersten 24-köpfigen Aufgebot, das für die Begegnungen gegen die Niederlande und Griechenland vorgesehen ist.
Damit ist klar: Von einem Ausschluss Havertz’ aus der Nationalmannschaft kann aktuell keine Rede sein. Klopp hat bei seiner ersten Kadernominierung vielmehr einen ungewöhnlich großen Kreis von insgesamt 44 Spielern zusammengestellt und diesen auf zwei Gruppen verteilt.
Der neue Bundestrainer erklärte, dass er möglichst viele Spieler kennenlernen und ihnen eine Chance geben möchte. Dabei betonte Klopp, dass die Entscheidungen für den jeweiligen Moment gelten und die Tür für andere Spieler keineswegs dauerhaft geschlossen sei.
Havertz gehört damit weiterhin zu Klopps Plänen. Gleichzeitig ist der Konkurrenzkampf innerhalb der deutschen Offensive groß. Der neue Bundestrainer möchte verschiedene Optionen testen und herausfinden, welche Spieler am besten zu seiner Spielidee passen.
Besonders auffällig ist Klopps Ansatz bei seiner ersten Nominierung: 16 Spieler wurden erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft berufen. Neben erfahrenen Kräften sollen sich auch zahlreiche jüngere Spieler beweisen.
Für Havertz bedeutet das: Seine Position im DFB-Team ist keineswegs automatisch garantiert, aber er bekommt weiterhin die Gelegenheit, sich unter dem neuen Bundestrainer zu zeigen.
Die ersten Antworten auf dem Platz werden bald folgen. Deutschland trifft am 24. September auf die Niederlande und am 27. September auf Griechenland. Havertz gehört zum ersten Aufgebot für diese beiden Begegnungen.
Die angebliche Sensationsentscheidung gegen Havertz entpuppt sich damit bislang als unbestätigtes Gerücht. Fakt ist: Klopp hat den Arsenal-Star nominiert und ihm damit die Chance gegeben, sich auch unter dem neuen Bundestrainer zu beweisen.
