Mit diesen Worten sorgte Union Berlins Trainer Mauro Lustrinelli nach der 1:3-Niederlage gegen Schalke 04 für reichlich Gesprächsstoff
Berlin – Die Lage beim 1. FC Union Berlin wird nach dem dritten Bundesliga-Spieltag zunehmend unangenehm. Die Mannschaft von Mauro Lustrinelli musste sich am Freitagabend dem Aufsteiger FC Schalke 04 mit 1:3 geschlagen geben und wartet damit weiterhin auf den ersten Sieg der neuen Saison. Besonders die Worte des Trainers nach dem Spiel sorgten für Aufmerksamkeit.
Dabei nahm Lustrinelli kein Blatt vor den Mund. Der Schweizer erklärte nach der Partie, Union benötige momentan „zu viele Chancen, um Tore zu erzielen“ und kassiere gleichzeitig „zu viele Gegentreffer“. Für den Trainer liegt damit eines der zentralen Probleme seines Teams offen auf dem Tisch: Die Berliner müssen ihre guten Phasen länger aufrechterhalten und sowohl offensiv als auch defensiv konsequenter werden.
Das Spiel gegen Schalke begann zunächst durchaus vielversprechend. Union suchte früh den Weg nach vorne und entwickelte über Josip Juranović und Emmanuel Latte Lath immer wieder Druck. Doch Schalke wurde im Verlauf der ersten Halbzeit stärker. In der 25. Minute war es ausgerechnet der ehemalige Union-Spieler Robin Gosens, der die Gäste mit einem Abschluss über den Innenpfosten in Führung brachte.
Noch bitterer wurde es unmittelbar nach der Pause. Adil Aouchiche erhöhte kurz nach Wiederbeginn auf 2:0. Union gab sich jedoch nicht auf und erspielte sich mehrere Möglichkeiten. Dazu kamen Aluminiumtreffer und zahlreiche Offensivaktionen. Trotzdem dauerte es bis zur sechsten Minute der Nachspielzeit, ehe Tim Skarke den Anschlusstreffer erzielte.
Die Hoffnung auf einen späten Ausgleich hielt allerdings nur kurz. In der 13. Minute der Nachspielzeit stellte Maximilian Wöber den 3:1-Endstand für Schalke her. Damit feierte Schalke den ersten Bundesliga-Sieg der Saison, während Union nach drei Spieltagen weiterhin ohne Erfolg bleibt.
Für Lustrinelli geht es nun darum, schnell Lösungen zu finden. Nach dem 3:3 gegen Eintracht Frankfurt folgte zunächst eine 0:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen und anschließend die Pleite gegen Schalke. Union hat damit bereits zehn Gegentore in den ersten drei Ligaspielen kassiert.
Trotz der schwierigen Situation wollte Lustrinelli seine Mannschaft nicht vollständig abschreiben. Er verwies darauf, dass Union nach dem zweiten Gegentreffer wieder gut in den Rhythmus gefunden und offensiv viel investiert habe. Genau diese positiven Phasen müssen nach seiner Einschätzung künftig länger andauern.
Die nächste Aufgabe könnte kaum größer sein: Union reist zum deutschen Rekordmeister Bayern München. Dort wird sich zeigen, ob Lustrinellis Mannschaft auf die deutlichen Worte des Trainers tatsächlich eine Reaktion folgen lassen kann.