„Ehrlich gesagt hatte Schalke 04 in dem Spiel Glück; Union Berlin war eigentlich die bessere Mannschaft…“ Mit diesen Worten sorgte Union Berlins Trainer Mauro Lustrinelli nach der 1:3-Niederlage gegen Schalke 04 für reichlich Gesprächsstoff. Nur wenige Minuten nach dem Abpfiff äußerte sich der Coach kritisch zum Spielverlauf und machte deutlich, dass er mit dem Ergebnis nicht zufrieden war.
Lustrinelli argumentierte, Union Berlin habe über weite Strecken die bessere Kontrolle über das Spiel gehabt. Aus seiner Sicht hätten individuelle Fehler seiner Mannschaft Schalke mehrere Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig verwies er auf einige Schiedsrichterentscheidungen, die seiner Meinung nach zugunsten der Gastgeber ausgefallen seien.
„Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht. Aber einige Entscheidungen waren ebenfalls sehr unglücklich für uns“, soll Lustrinelli nach der Partie erklärt haben. Für ihn spiegelt das Endergebnis nicht vollständig wider, wie eng die Begegnung tatsächlich gewesen sei.
Besonders interessant wurde die Situation, als Schalkes Trainer Miron Muslić auf die Aussagen seines Gegenübers reagierte. Statt eine lange Erklärung abzugeben, entschied sich Muslić für eine bemerkenswert kurze Antwort. Seine Nachricht bestand aus genau 13 Wörtern und wurde unmittelbar zum Gesprächsthema unter den Fans.
Muslić soll gesagt haben: „Wenn wir nur Glück hatten, warum steht dann am Ende 3:1 für uns auf der Anzeigetafel?“
Die knappe Antwort heizte die ohnehin angespannte Diskussion weiter an. Während einige Schalke-Anhänger Muslić für seine direkte Reaktion feierten, sahen andere darin eine unnötige Provokation gegenüber Union Berlin.
Auf dem Platz hatte Schalke 04 mit drei erzielten Treffern die entscheidenden Momente besser genutzt. Union Berlin hingegen konnte seine guten Phasen nicht konsequent in Tore umwandeln. Genau darin liegt aus Sicht vieler Beobachter der entscheidende Unterschied zwischen beiden Mannschaften.
Lustrinelli dürfte dennoch darauf hoffen, dass seine Spieler aus der Niederlage lernen. Gerade die angesprochenen individuellen Fehler könnten für die kommenden Begegnungen eine wichtige Rolle spielen.
Auf Schalke wiederum dürfte man die Diskussion gelassener betrachten. Muslić machte mit seiner 13-Wörter-Antwort jedenfalls deutlich, dass er das Ergebnis nicht relativieren möchte.
Ob die Kontroverse damit beendet ist, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Die Diskussion über Glück, Schiedsrichterentscheidungen und die tatsächliche Spielstärke dürfte unter den Anhängern von Schalke 04 und Union Berlin noch eine Weile weitergehen.
