EILMELDUNG: Polanski unter Druck – Gladbach vor entscheidender Woche
Bei Borussia Mönchengladbach ist die Stimmung nach dem katastrophalen Saisonstart angespannt. Cheftrainer Eugen Polanski steht nach zwei Bundesliga-Spielen bereits massiv unter Druck. Eine Entlassung des 40-Jährigen ist derzeit allerdings nicht bestätigt. Stattdessen muss Polanski seine Mannschaft schnell stabilisieren und möglichst schon am kommenden Spieltag eine Reaktion zeigen.
Die Borussia ist denkbar schlecht in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Nach der 0:3-Niederlage bei RB Leipzig folgte am vergangenen Wochenende ein besonders bitterer Rückschlag. Gegen Aufsteiger SV Elversberg führte Gladbach zwischenzeitlich mit 3:1, gab die Partie jedoch noch aus der Hand und verlor mit 3:4. Damit steht die Mannschaft nach zwei Spieltagen noch ohne Punkt da. Es ist für Gladbach der erste solche Fehlstart seit elf Jahren.
Besonders die Art und Weise der Niederlage gegen Elversberg sorgt für Diskussionen. Die Mannschaft zeigte offensiv durchaus gute Ansätze, offenbarte gleichzeitig aber erhebliche Probleme in der Defensive und verlor nach der eigenen Führung zunehmend die Kontrolle über die Begegnung.
Auch Kapitän Tim Kleindienst fand nach der Partie deutliche Worte und kritisierte die Einstellung seiner Mitspieler. Polanski zeigte Verständnis für die grundsätzliche Botschaft des Angreifers, bezeichnete dessen Wortwahl aus der Emotion heraus jedoch als teilweise zu hart. Sportchef Rouven Schröder stellte anschließend klar, dass Kleindienst keineswegs einen „Maulkorb“ erhalten habe.
Für Polanski bedeutet die aktuelle Situation zusätzlichen Druck. Der Trainer selbst nimmt sich ausdrücklich in die Pflicht. Vor dem nächsten Spiel erklärte er, dass Gladbach bei Energie, Laufleistung und Sprintleistung Fortschritte gemacht habe. Entscheidend sei nun jedoch, diese positiven Ansätze über die gesamten 90 Minuten auf den Platz zu bringen und endlich Punkte zu sammeln.
Dabei kommt die nächste Herausforderung bereits am Samstag. Gladbach gastiert beim SC Freiburg. Die Partie könnte für Polanski und seine Mannschaft richtungsweisend werden. Ein weiterer Rückschlag würde die Diskussionen um den Trainer zweifellos weiter anheizen.
Noch im Mai hatte die Vereinsführung deutlich gemacht, dass sie langfristig mit Polanski plant. Sportchef Rouven Schröder bestätigte damals, dass der junge Trainer weiterhin das Vertrauen des Klubs besitzt. Gleichzeitig wurde angekündigt, sowohl am Kader als auch am Trainerteam Veränderungen vorzunehmen.
Von einer sofortigen Trennung kann deshalb aktuell nicht die Rede sein. Klar ist aber: Der Druck wächst. Polanski braucht Ergebnisse – und zwar schnell. Das Spiel in Freiburg könnte zeigen, ob Gladbach tatsächlich die angekündigte Reaktion liefern kann oder ob die Trainerfrage schon bald noch stärker in den Mittelpunkt rückt.
Die kommenden Tage könnten für Eugen Polanski und Borussia Mönchengladbach damit richtungsweisend werden.