VfB-Stuttgart-Trainer Sebastian Hoeneß hat seinen Kapitän Deniz Undav eindringlich gegen die zuletzt zunehmende Kritik verteidigt. Vor dem Champions-League-Auftakt gegen Viking Stavanger stellte sich der Trainer demonstrativ hinter seinen Stürmer und warnte davor, dessen Leistungen ausschließlich anhand von Toren und Statistiken zu bewerten.
Undav ist mit einer schwierigen Phase in die neue Saison gestartet. In den ersten drei Pflichtspielen blieb der 30-Jährige ohne Treffer. Besonders nach dem 4:1-Sieg gegen den 1. FC Köln wurde seine persönliche Leistung öffentlich diskutiert. Hoeneß zeigte dafür jedoch wenig Verständnis. Der Trainer betonte, dass Undav wesentlich zum Erfolg der vergangenen Jahre und damit auch zur Champions-League-Qualifikation des VfB beigetragen habe.
„Das geht mir zu schnell“, machte Hoeneß deutlich. Aus seiner Sicht sei die öffentliche Bewertung des Stürmers teilweise zu negativ. Zwar räumte der Trainer ein, dass Undav aktuell noch nicht sein bestes Niveau erreicht habe, gleichzeitig sei die Kritik aber deutlich überzogen.
Besonders wichtig ist für Hoeneß, dass Undavs Wert für Stuttgart nicht nur an Toren gemessen wird. Der Trainer lobte dessen Spielverständnis und seine Fähigkeit, Situationen auf dem Platz früh zu erkennen. Undav könne einer Mannschaft auch dann helfen, wenn ihm selbst keine spektakulären Aktionen gelingen.
Hinzu kommen körperliche Probleme. Nach dem Spiel gegen Köln hatte Undav Beschwerden an der Achillessehne. In den Tagen vor dem Champions-League-Spiel konnte er laut Hoeneß jedoch wieder normal trainieren und steht für die Partie gegen Viking Stavanger zur Verfügung.
Für den VfB kommt die Königsklasse deshalb zu einem wichtigen Zeitpunkt. Nach der deutlichen 1:5-Niederlage gegen Bayern München zeigte Stuttgart beim 4:1 gegen Köln eine starke Reaktion. Nun soll Undav im europäischen Wettbewerb wieder zu seiner besten Form finden.
Hoeneß macht jedenfalls klar: Der VfB vertraut seinem Kapitän. Für den Trainer bleibt Undav ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft – unabhängig davon, wie viele Tore er gerade erzielt.
