Kovac: „Die zweite Halbzeit war richtig gut“ – BVB kämpft sich gegen Bayern zurück
Borussia Dortmund hat im Duell mit dem FC Bayern München einmal mehr gezeigt, dass die Mannschaft auch in schwierigen Situationen nicht aufgibt. Nach einer schwierigen ersten Halbzeit kämpfte sich der BVB nach der Pause zurück und sorgte damit für eine deutlich spannendere Partie. Trainer Niko Kovač zeigte sich anschließend vor allem mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden.
„Die zweite Halbzeit war richtig gut“, erklärte Kovač nach dem Spiel. Seine Worte machten deutlich, dass er insbesondere die Einstellung und Mentalität seiner Spieler nach dem Seitenwechsel hervorheben wollte. Während Dortmund zunächst Schwierigkeiten hatte, Zugriff auf das Spiel zu bekommen, präsentierte sich die Mannschaft nach der Pause wesentlich mutiger und aggressiver.
Der FC Bayern hatte in der ersten Hälfte phasenweise die Kontrolle übernommen und Dortmund vor große Herausforderungen gestellt. Bayern bewegte den Ball schnell, setzte die BVB-Abwehr immer wieder unter Druck und zwang die Gastgeber beziehungsweise Gäste zu langen Laufwegen. Dortmund fand dagegen nur selten die Räume, die für das eigene Offensivspiel notwendig gewesen wären.
Doch nach der Halbzeitpause veränderte sich das Bild. Kovač schien die richtigen Worte gefunden zu haben. Dortmund trat entschlossener auf, gewann mehr Zweikämpfe und setzte Bayern früher unter Druck. Besonders in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff war zu spüren, dass der BVB das Spiel noch nicht verloren geben wollte.
Die Dortmunder Offensive kam nun deutlich besser zur Geltung. Schnellere Kombinationen, mehr Bewegung ohne Ball und ein aggressiveres Pressing sorgten dafür, dass Bayern nicht mehr so problemlos aus der eigenen Hälfte herausspielen konnte. Gleichzeitig wuchs auch der Glaube der Dortmunder Spieler an eine mögliche Wende.
Für Kovač war genau diese Reaktion entscheidend. Ein Trainer könne nicht immer verhindern, dass eine Mannschaft schwierige Phasen erlebt, entscheidend sei vielmehr, wie die Spieler damit umgehen. Dortmund habe nach dem Seitenwechsel gezeigt, dass die Mannschaft charakterlich intakt sei und auch gegen einen starken Gegner zurückkommen könne.
Auch für die Fans war die zweite Halbzeit ein wichtiges Signal. Die Unterstützung von den Rängen wurde intensiver, während die Dortmunder Spieler jeden gewonnenen Zweikampf und jede gelungene Offensivaktion feierten. Die Atmosphäre zeigte, wie sehr der BVB das Duell mit Bayern als besonderen Maßstab betrachtet.
Kovač wollte trotz der verbesserten Leistung allerdings nicht den Blick für die Schwächen verlieren. Gerade die erste Halbzeit habe gezeigt, dass Dortmund gegen Bayern von Beginn an konzentriert und mutig auftreten müsse. Kleine Fehler können in einem solchen Spitzenspiel schnell bestraft werden.
Dennoch überwog nach Abpfiff die positive Erkenntnis: Dortmund hatte sich zurückgekämpft. Die Mannschaft bewies Moral, erhöhte nach der Pause das Tempo und machte deutlich, dass sie auch gegen den deutschen Rekordmeister bestehen kann.
„Die zweite Halbzeit war richtig gut“ – dieser Satz von Kovač beschreibt deshalb mehr als nur 45 Minuten. Er steht für eine Reaktion, die dem BVB Mut für die kommenden Aufgaben geben kann. Gegen Bayern zurückzukommen, ist schließlich nicht nur eine Frage von Taktik und Qualität, sondern auch von Mentalität. Und genau diese Mentalität zeigte Dortmund nach der Pause eindrucksvoll.
