Nach Einschätzung von Matthäus fehle Dortmund momentan die nötige Stabilität, um gegen einen Gegner wie Bayern über 90 Minuten bestehen zu können. Besonders die defensive Ordnung und die mangelnde Konsequenz in entscheidenden Situationen bereiteten ihm Sorgen. Seine deutlichen Worte verbreiteten sich innerhalb kürzester Zeit und sorgten vor allem bei den Dortmunder Anhängern für heftige Reaktionen.
Doch die Diskussion nahm eine überraschende Wendung, als sich Gregor Kobel zu den Aussagen äußerte. Der BVB-Torwart blieb zunächst ruhig und vermied persönliche Angriffe. Stattdessen betonte er, dass sich die Mannschaft auf ihre eigenen Stärken konzentrieren müsse.
„Wir respektieren Bayern, aber wir haben keine Angst vor ihnen. Auf dem Platz entscheidet nicht, was vorher gesagt wird, sondern wer bereit ist, in jedem Moment alles zu geben“, soll Kobel erklärt haben.
Diese Worte wurden im Presseraum mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen. Kobel machte deutlich, dass Dortmund nicht bereit sei, sich bereits vor dem Anpfiff geschlagen zu geben. Für ihn sei gerade ein Spiel gegen Bayern die Gelegenheit, Kritik zu beantworten.
Seine abschließende Botschaft hatte es schließlich in sich: „Wenn jemand glaubt, dass wir schon verloren haben, dann soll er 90 Minuten warten.“
Damit war die Spannung endgültig entfacht. Matthäus’ Warnung und Kobels selbstbewusste Antwort haben das Duell zusätzlich aufgeladen. Nun muss Dortmund auf dem Platz zeigen, ob die Zweifel tatsächlich berechtigt sind – oder ob Kobel seinen Worten Taten folgen lassen kann.