Der wochenlange Poker um Saïd El Mala ist beendet: Borussia Dortmund hat sich aus den Verhandlungen mit dem 1. FC Köln zurückgezogen. Nach mehreren abgelehnten Angeboten konnten sich beide Vereine nicht auf die Ablösemodalitäten einigen. BVB-Geschäftsführer Lars Ricken bestätigte, dass Dortmund kein weiteres Angebot abgeben werde.
Der Knackpunkt war offenbar die Struktur der Ablöse. Köln forderte mindestens 50 Millionen Euro, während Dortmund bei seinem letzten Angebot zwar ein Gesamtpaket von mehr als 50 Millionen Euro in Aussicht stellte, einen erheblichen Teil davon jedoch über Boni und langfristige Bedingungen strukturierte. Köln lehnte die Offerte ab.
Für den BVB ist der Rückzug eine klare Entscheidung gegen ein finanzielles Risiko. El Mala gilt nach seiner starken ersten Bundesliga-Saison als eines der spannendsten deutschen Offensivtalente. Der 19-Jährige erzielte in der vergangenen Saison 13 Tore und entwickelte sich zu einem wichtigen Spieler des 1. FC Köln.
Besonders bitter könnte die Situation für El Mala selbst sein. In den vergangenen Wochen wurde mehrfach berichtet, dass der junge Offensivspieler einen Wechsel nach Dortmund bevorzugt habe. Gleichzeitig sollen auch andere Vereine Interesse gezeigt haben. Der BVB konnte Kölns finanzielle Vorstellungen jedoch letztlich nicht erfüllen.
Damit steht El Mala zunächst weiterhin beim 1. FC Köln unter Vertrag. Sein Vertrag läuft bis 2030, sodass der Klub bei möglichen weiteren Angeboten eine starke Verhandlungsposition besitzt.
Für Dortmund beginnt nun die Suche nach Alternativen. Der Verein muss entscheiden, ob ein anderer Offensivspieler verpflichtet wird oder ob der vorhandene Kader die Lücke auffangen soll. Ein erneutes Nachlegen bei El Mala scheint nach Ricken Aussage derzeit ausgeschlossen.
Der El-Mala-Poker ist damit vorerst beendet: Köln bleibt hart, Dortmund zieht die finanzielle Grenze – und das große Talent bleibt zunächst in Köln. Ob sich später noch einmal eine Tür für einen Wechsel öffnet, bleibt abzuwarten. 🟡⚫🔥
