🇩🇪 „Entweder er geht – oder ich bin raus!“ – Eine angebliche Aussage von Jonathan Tah sorgt derzeit für große Aufmerksamkeit rund um die deutsche Nationalmannschaft. Demnach soll der erfahrene Verteidiger Jürgen Klopp intern mit einem überraschenden Ultimatum konfrontiert und gefordert haben, dass gleich drei Spieler aus dem Kader gestrichen werden. Einen bestätigten Beleg für diese Darstellung gibt es bislang allerdings nicht.
Besonders brisant wäre die Situation deshalb, weil Tah unter Klopp zunächst einen völlig anderen Eindruck vermittelt hatte. Vor den Nations-League-Spielen hatte der Bayern-Verteidiger den neuen Bundestrainer ausdrücklich gelobt. Tah sprach von einer besonderen Ansprache und erklärte, die Mannschaft sei bereit, gemeinsam „durchs Feuer“ zu gehen.
Auch die jüngste öffentliche Kommunikation zwischen Tah und Klopp deutete nicht auf einen offenen Konflikt hin. Bei der Pressekonferenz vor dem Griechenland-Spiel präsentierten sich beide vielmehr locker und gut gelaunt. Klopp unterbrach die Veranstaltung sogar kurz mit einem scherzhaften Kommentar über seine Haare, bevor er wieder verschwand.
Dennoch hat die sportliche Situation nach der Niederlage gegen Griechenland neue Diskussionen ausgelöst. Deutschland verlor am 27. September mit 0:1 und hat damit nach zwei Nations-League-Partien lediglich einen Punkt gesammelt.
Sollte es tatsächlich interne Kritik von Tah gegeben haben, wäre die Reaktion Klopps entscheidend. Der Bundestrainer steht erst am Anfang seiner Amtszeit und hat bereits angekündigt, Schritt für Schritt zu arbeiten und aus den ersten Spielen wichtige Erkenntnisse zu gewinnen.
Ein öffentlich bestätigtes Ultimatum von Tah gegen Klopp oder konkrete Forderungen nach dem Ausschluss dreier Spieler liegen derzeit jedoch nicht vor. Deshalb bleibt die angebliche Kabineneskalation mit Vorsicht zu betrachten.
Fest steht: Nach dem enttäuschenden Start wird Klopp genau beobachten müssen, wie die Mannschaft auf die Niederlage reagiert. Die kommenden Entscheidungen bei Aufstellung, Kader und Rollenverteilung dürften zeigen, wie der neue Bundestrainer mit dem wachsenden Druck umgeht.